viele Generationen – eine Gemeinde

was Kommunalpolitik attraktiv macht.

Im Rahmen einer am 20. April durchgeführten öffentlichen Online-Videokonferenz gab der junge Politikwissenschaftler Johannes Sosada gute Denkanstöße zum Thema: „Viele Generationen – eine Gemeinde: Was Kommunalpolitik attraktiv macht!“

Die Veranstaltung wurde von Volker Dennhardt als stellvertretender Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Algermissen und Clemens Gerhardy als CDU-Kreistagsabgeordneter organisiert.

Der aus Algermissen stammende, 29-jährige (parteiunabhängige) Sosada studierte in Göttingen und Tübingen Politik- und Geschichtswissenschaften und spezialisierte sich auf das Thema „Internationale Politik und Friedensforschung“. Zu Studienzwecken war er längere Zeit im Ausland, u.a. in Israel und in den USA an der Elite Universität Yale. Nach erfolgreichem Abschluss als „Master of Art“ in Politikwissenschaften arbeitete Sosada im Bundesverteidigungsministerium in Berlin. Aktuell promoviert er im Rahmen eines Stipendiums der Konrad Adenauer-Stiftung zum Thema „Soziales Zusammenleben in Deutschland“. Dabei untersucht Sosada mögliche Verbindungen von Antisemitismus und Verschwörungstheorien in der Corona-Krise.

Sosada zeigte in seinem Impulsreferat fünf Punkte auf, die Kommunalpolitik attraktiv machen: Zunächst ist es die Bürgernähe, die in der Kommunalpolitik extrem ausgeprägt. Durch direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, z.B. beim Einkauf vor Ort, erfährt man sofort, was in der Politik gut oder auch schlecht läuft. Als nächste Punkte nannte Sosada Gestaltungsmöglichkeiten, Flexibilität und Innovationspotential von Kommunalpolitik. Dabei zog er einen Vergleich zur Seefahrt: „Bundespolitik ist wie ein riesiges Containerschiff, das behäbig mit festem Kurs fährt – Kommunalpolitik ist dagegen eher wie ein Schnellboot und viel flexibler.“ Als Beispiel führte Sosada die mobile Impfstation in Algermissen an. Diese wurde auf Anregung der örtlichen Verwaltung und Politik eingerichtet und findet großen positiven Zuspruch in der Bevölkerung. Als letzten Punkt gab Sosada die gute Vereinbarkeit von Kommunalpolitik und ehrenamtlichen Engagement an: „Egal ob im Verein oder in der Kommunalpolitik, jeder – ob Jung oder Alt, Einheimischer oder Zugezogener – kann sich vor Ort einbringen und seinen Beitrag für das aktive gesellschaftliche Zusammenleben leisten – und das lohnt sich!“

Wir bedanken uns bei allen, die aktiv an der Veranstaltung teilgenommen haben sowie bei den zahlreichen Zuschauern, die unseren Live-Stream verfolgten. Die Aufzeichnung der Veranstaltung können Sie sich gleich hier anschauen: